{"id":1883,"date":"2020-11-30T10:28:31","date_gmt":"2020-11-30T09:28:31","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=1883"},"modified":"2020-12-07T12:37:42","modified_gmt":"2020-12-07T11:37:42","slug":"trotz-corona-krise-wissenschaftler-erwarten-fuer-2021-leichtes-jobwachstum-und-weniger-arbeitslose-in-sachsen-anhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=1883","title":{"rendered":"Trotz Corona: Wissenschaftler erwarten 2021 leichtes Jobwachstum in Sachsen-Anhalt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1017 alignright\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/logo-agentuer-sachsen-anhalt-thueringen-300x85.png\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"58\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/logo-agentuer-sachsen-anhalt-thueringen-300x85.png 300w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/logo-agentuer-sachsen-anhalt-thueringen.png 520w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/>(27.11.2020) Wissenschaftler des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben die regionalen Arbeitsmarktprognosen f\u00fcr das Jahr 2021 mit verschiedenen Rechenmodellen vorgelegt. In ihrem Mittelwertszenario gehen die Arbeitsmarktexperten davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt sinkt und neue Jobs entstehen \u2013 trotz Corona. Zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr den R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit z\u00e4hlt Markus Behrens, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BA-Regionaldirektion, unter anderem die demografische Entwicklung, den damit verbundenen Ersatzbedarf der Unternehmen und auch die geringere Abh\u00e4ngigkeit des Bundeslandes von der Weltkonjunktur. Dazu k\u00e4men staatliche Ma\u00dfnahmen, wie die heute im Bundesrat beschlossene Verl\u00e4ngerung der Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld, die viel Druck vom Arbeitsmarkt nehmen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n<p><br><strong>Der Trend bleibt: Nur noch geringes Jobwachstum in Sachsen-Anhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im kommenden Jahr rechnen die Forscher des IAB in ihrem Mittelwert-Szenario mit durchschnittlich 799.500 sozialversicherungspflichtigen Jobs in Sachsen-Anhalt. Das w\u00e4ren 1.300 Besch\u00e4ftigte mehr als im gesch\u00e4tzten Jahresdurchschnitt 2020 und entspr\u00e4che einem Job-Wachstum von 0,2 Prozent. F\u00fcr den Bundesschnitt prognostizieren die IAB-Wissenschaftler gleichzeitig ein Wachstum von 0,9 Prozent und f\u00fcr Ostdeutschland ebenfalls ein Jobplus von 0,9 Prozent. Sachsen-Anhalt weist damit das geringste Jobwachstum aller Bundesl\u00e4nder aus. Das Untergrenzenszenario der IAB-Wissenschaftler geht von einem R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigung in H\u00f6he von 1,0 Prozent aus. Konkret w\u00fcrde das f\u00fcr kommendes Jahr 8.300 Jobs weniger als 2020 bedeuten. Im besten Fall rechnen die Arbeitsmarktexperten mit einem Jobwachstum von 1,4 Prozent in Sachsen-Anhalt. Das w\u00e4ren 11.000 neue Jobs im kommenden Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Demografie begrenzt Jobwachstum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Effekte der Corona-Krise erschweren die Prognosen. Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich aber fort. Es entstehen auch im Vergleich zu anderen Bundesl\u00e4ndern weniger Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse. Das hat vor allem mit der demografischen Situation im Land zu tun. Die Bev\u00f6lkerung altert und es wird immer weniger Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter geben, ohne dass es einen sp\u00fcrbaren Ausgleich gibt\u201c, erkl\u00e4rte IAB-Wissenschaftler Dr. Per Kropp. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/behrens.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1884\" width=\"213\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/behrens.png 400w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/behrens-300x281.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><figcaption>Markus Behrens, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Th\u00fcringen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz der coronabedingten konjunkturellen Verwerfungen bleibt der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt auch im kommenden Jahr gerade f\u00fcr Fachkr\u00e4fte weiterhin aufnahmef\u00e4hig, weil viele Unternehmen Ersatz f\u00fcr die vielen Mitarbeiter suchen, die in absehbarer Zeit in Rente gehen. Jeder vierte Besch\u00e4ftigte im Land ist derzeit \u00fcber 55 Jahre alt. Wir werden daher weiterhin unserer Strategie folgen und diejenigen f\u00fcr den Job fit machen, die wegen fehlender Qualifikation, geringer Mobilit\u00e4t oder fehlenden Deutschkenntnissen zu den Verlierern der aktuellen Krise geh\u00f6ren, weil sie entweder als erste ihren Job verloren oder aber in diesem Jahr nur ganz geringe Chancen hatten, einen Job zu finden. Auch bei der Qualifizierung von Besch\u00e4ftigten werden wir nachlegen\u201c, sagte Markus Behrens, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Th\u00fcringen. <br><br>Er f\u00fcgte hinzu, dass Qualifizierung und Weiterbildung allein aber nicht ausreichen werde, den Fachkr\u00e4ftebedarf der kommenden Jahre zu decken. Im Land m\u00fcsse auch weiter daran gearbeitet werden, attraktiver f\u00fcr Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland oder anderen Bundesl\u00e4ndern zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rechenmodelle prognostizieren einen R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie beim Thema \u201eBesch\u00e4ftigung\u201c zeigen die Rechenmodelle der IAB-Wissenschaftler auch beim Thema \u201eArbeitslosigkeit\u201c eine sehr weite Bandbreite: In ihrem Mittelwertszenario rechnen die IAB-Forscher f\u00fcr das Jahr 2021 mit 73.300 Arbeitslosen. Das entspricht einem R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit um 13,6 Prozent im Vergleich zum gesch\u00e4tzten Jahresdurchschnitt 2020 mit 84.800 Arbeitslosen. Deutschlandweit prognostizieren die Experten in der Mittelwertprognose einen R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit um 3,8 Prozent. \u201eEs deutet vieles darauf hin, dass die aktuelle Krise auf dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt weniger deutliche Spuren hinterl\u00e4sst als in anderen Bundesl\u00e4ndern. Das liegt zum einen an der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen starken Ersatzbedarf. Zum anderen ist der Markt hierzulande weniger von den weltwirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und dem dadurch beschleunigten Strukturwandel betroffen als etwa die sehr stark exportorientierten Bundesl\u00e4nder. Der eher dienstleistungsorientierte Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt k\u00f6nnte sich daher schneller von der Krise erholen, daf\u00fcr wird aber auch der erwartete Wachstumsschub nach dem Abflauen der Pandemie weniger stark sp\u00fcrbar sein als in anderen Bundesl\u00e4ndern. Staatliche Ma\u00dfnahmen, wie etwa die vom Bundestag und Bundesrat verl\u00e4ngerten Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld im Rahmen des Besch\u00e4ftigungssicherungsgesetzes, nehmen dar\u00fcber hinaus viel Druck vom Arbeitsmarkt und tragen in erheblichem Ma\u00dfe zu seiner Stabilisierung bei\u201c, erkl\u00e4rte Markus Behrens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(27.11.2020) Wissenschaftler des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) haben die regionalen Arbeitsmarktprognosen f\u00fcr das Jahr 2021 mit verschiedenen Rechenmodellen vorgelegt. In ihrem Mittelwertszenario gehen die Arbeitsmarktexperten davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt sinkt und neue Jobs entstehen \u2013 <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=1883\">[ . . . ]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1883"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1921,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1883\/revisions\/1921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}