{"id":271,"date":"2020-03-17T09:41:31","date_gmt":"2020-03-17T08:41:31","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wipo\/?p=271"},"modified":"2020-03-22T08:35:14","modified_gmt":"2020-03-22T07:35:14","slug":"erneute-sorge-um-arbeitsplaetze-bei-der-weber-magdeburg-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=271","title":{"rendered":"Ruhiges Fahrwassser bei der Weber Magdeburg GmbH"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rege-mahnwache.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-272\" width=\"578\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rege-mahnwache.jpg 524w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/rege-mahnwache-300x176.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><figcaption>Mit einer Mahnwache am Firmensitz in Herzogenaurach konnte die REGE-Belegschjaft  mit Unterst\u00fctzung der IG Metall  im Jahr 2004 die Schlie\u00dfung des ehemaligen SKL-Standortes in Magdeburg verhindern.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die ca. 200 Besch\u00e4ftigten der Weber Magdeburg GmbH waren zun\u00e4chst dar\u00fcber besorgt, was aus ihrem Standort wird.  Hintergrund der Bef\u00fcrchtungeni war, dass die Muttergesellschaft, die Weber Automotive GmbH, im Juli 2019 einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Seither wird die Insolvenz in Eigenverwaltung f\u00fcr die Muttergesellschaft betrieben. Positiv ist, dass sich die Weber Magdeburg GmbH nach wie vor nicht in der Insolvenz befindet und derzeit ein positives Betriebsergebnis aufweist. Siegfried Goldschmidt, Betriebsratsvorsitzender des Magdeburger Unternehmens betont, dass im fr\u00fcheren SKL-Betrieb alle Betriebsvereinbarungen in Kraft sind, L\u00f6hne und Geh\u00e4lter p\u00fcnktlich gezahlt werden und und alle Mitarbeiter wohlauf sind. Auch nach Auskunft des Generalbevollm\u00e4chtigten der Insolvenzkanzlei GRUB BRUGGER m\u00fcssen sich die Besch\u00e4ftigten in Magdeburg und deren Gesch\u00e4ftspartner des Unternehmens diesmal keine Sorge um den Magdeburger Standort machen. Der Verwalter ist mit mehreren Kaufinteressenten im Gespr\u00e4ch und geht davon aus, dass der Standort in Magdeburg erhalten bleibt. Axel Weber, 1. Bevollm\u00e4chtigter der IG Metall Magdeburg-Sch\u00f6nebeck, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der Presse, dass die Metallerinnen und Metaller, wie schon einmal 2004, damals noch unter der Firmierung REGE Motorenteile GmbH &amp; Co.KG, geschehen, entschlossen sind, mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln f\u00fcr den Erhalt der Arbeitspl\u00e4tze am Standort Magdeburg zu k\u00e4mpfen, sollte dies wieder n\u00f6tig werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der fr\u00fchere Unternehmensteil des Schwermaschinenbaukombinates \u201eKarl-Liebknecht\u201c (SKL) war in den 90er Jahren privatisiert und unter dem Namen REGE Motorenteile GmbH  als Tochtergesellschaft des INA-Konzerns weitergef\u00fchrt worden. Doch der Frieden w\u00e4hrte nicht lange. Im Jahr 2000 wurde REGE mit mehreren Standorten und Gesellschaften als Tochtergesellschaft von der <br>\nSchaeffler Gruppe erworben. Vor der Ver\u00e4u\u00dferung der REGE-Gruppe 2008 wurde das Werk Magdeburg 2007 als Schaeffler Motorenelemente GmbH &amp; Co. KG in die Sparte Schaeffler Gruppe Automotive integriert. Schaeffler verkaufte die Zylinderkopffertigung in Magdeburg im Jahre 2016 an die Weber-Gruppe mit Sitz in Makdorf, um sich angeblich auf ihr Kerngesch\u00e4ft zu konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick:<\/strong><br>Der fr\u00fchere Unternehmensteil des Schwermaschinenbaukombinates \u201eKarl-Liebknecht\u201c (SKL) war in den 90er Jahren privatisiert und unter dem Namen REGE Motorenteile GmbH  als Tochtergesellschaft des INA-Konzerns weitergef\u00fchrt worden. Doch der Frieden w\u00e4hrte nicht lange. Im Jahr 2000 wurde REGE mit mehreren Standorten und Gesellschaften als Tochtergesellschaft von der  Schaeffler Gruppe erworben. Vor der Ver\u00e4u\u00dferung der REGE-Gruppe 2008 wurde das Werk Magdeburg 2007 als Schaeffler Motorenelemente GmbH &amp; Co. KG in die Sparte Schaeffler Gruppe Automotive integriert. Schaeffler verkaufte die Zylinderkopffertigung in Magdeburg im Jahre 2016 an die Weber-Gruppe mit Sitz in Makdorf, um sich angeblich auf ihr Kerngesch\u00e4ft zu konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aus der Geschichte des Kampfes der Belegschaft<\/strong>: <br>Der Kampf um die Arbeitspl\u00e4tze des fr\u00fcheren SKL-Betriebes hat bereits eine lange Tradition. Nachdem die Gesch\u00e4ftsleitung der REGE Motorenteile GmbH und Co. KG im M\u00e4rz 2004 angek\u00fcndigt hatte, den Standort Magdeburg zu schlie\u00dfen und die Produktion nach Eisenach und Witzenhausen zu verlagern, hatten sich die Kolleginnen und Kollegen zum Kampf um den Erhalt ihrer Arbeitspl\u00e4tze entschlossen.<br>Nach vielen Protestveranstaltungen und Betriebsversammlungen in Magdeburg hatte die Belegschaft mit Unterst\u00fctzung der IG Metall ab dem 21. Juni 2004 eine Mahnwache vor der Konzernzentrale der INA Schaeffler KG in Herzogenaurach eingerichtet.<br>Mehr als 7 Wochen waren t\u00e4glich mehrere Dutzend Besch\u00e4ftigte aus Magdeburg vor den Toren der INA Konzernzentrale,  um die Schlie\u00dfung ihres Standortes zu verhindern. Dabei erfuhren sie gro\u00dfe Solidarit\u00e4t seitens der Herzogenauracher B\u00fcrger und vieler Betriebe aus ganz Deutschland. Nicht selten brachten Betriebsr\u00e4te, die ihre Solidarit\u00e4tsadressen \u00fcbermittelten, zum Ausdruck, dass der Kampf um REGE zum Symbol gegen Arbeitsplatzvernichtung geworden ist.<br>Nach langwierigen Verhandlungen und z\u00e4her Auseinandersetzung hatte die Vernunft gesiegt. Der REGE Standort Magdeburg  blieb erhalten und hatte mit der Eingliederung in die Schaeffler-Gruppe wieder seine Berechtigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ca. 200 Besch\u00e4ftigten der Weber Magdeburg GmbH sind seit l\u00e4ngerem dar\u00fcber besorgt, was aus ihrem Standort wird. <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=271"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/271\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":316,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/271\/revisions\/316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}