{"id":285,"date":"2020-03-18T17:24:16","date_gmt":"2020-03-18T16:24:16","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wipo\/?p=285"},"modified":"2020-03-20T18:21:01","modified_gmt":"2020-03-20T17:21:01","slug":"extrem-wichtig-landwirtschaft-muss-arbeitsfaehig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=285","title":{"rendered":"Extrem wichtig: Landwirtschaft muss arbeitsf\u00e4hig bleiben!"},"content":{"rendered":"\n<p> Beitrag von von Bettina Koch <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"710\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-1024x710.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-286\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-300x208.jpg 300w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-768x532.jpg 768w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-1536x1065.jpg 1536w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-2048x1420.jpg 2048w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-650x451.jpg 650w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Traktoren-1320x915.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>An Traktoren-Karawanen und an Bauern-Demos in Berlin, vor Landtagsgeb\u00e4uden oder vor dem Umweltbundesamt haben sich die B\u00fcrger in den Wintermonaten fast schon gew\u00f6hnt. <\/p>\n\n\n\n<p>Tausende Landwirte k\u00e4mpften im verbands\u00fcbergreifenden Zusammenschluss \u201eLand schafft Verbindung\u201c daf\u00fcr, dass wieder mehr mit ihnen als \u00fcber sie gesprochen wird. Sie wollen, dass politische Entscheidungen nicht \u00fcber ihre K\u00f6pfe hinweg getroffen werden, dass nicht sie mit der versch\u00e4rften D\u00fcngeverordnung f\u00fcr Analysefehler der Beh\u00f6rden zur Nitratbelastung des Grundwassers sowie f\u00fcr Abw\u00e4sser aus Industrie und Kommunen die K\u00f6pfe hinhalten m\u00fcssen. Sie wollen, dass ihre Arbeit wertgesch\u00e4tzt wird und wettbewerbsf\u00e4hig bleibt. Nun fallen die Bauern-Proteste aufgrund der Corona-Krise erst einmal aus \u2013 auf unbestimmt Zeit. <\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch d\u00fcrfte sich die Wahrnehmung von Politikern und B\u00fcrgern derzeit ein\nwenig \u00e4ndern. \u201eWir essen und trinken t\u00e4glich, Landwirt ist der wichtigste\nBeruf\u201c, hat Judith Kons vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft\nk\u00fcrzlich auf dem Bauerntag des Deutschen Bauernbundes in Barleben bei Magdeburg\ngesagt. \u201eEs ist unbestritten, dass wir mehr Aufkl\u00e4rung brauchen\u201c, sagte Dr.\nRalph-Peter Weber, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Umwelt, Landwirtschaft und\nEnergie Sachsen-Anhalt. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat die Landesregierung Sachsen-Anhalt in\neiner Pressemitteilung mitgeteilt, dass die Landwirtschaft zur kritischen\nInfrastruktur geh\u00f6rt. Eltern, die in der Landwirtschaft arbeiten, k\u00f6nnen ihre Kinder somit in die\nNotbetreuung geben, sofern sie keine andere M\u00f6glichkeit der Betreuung haben.\n\u201eEs ist f\u00fcr unsere landwirtschaftlichen Betriebe extrem wichtig, dass sie\narbeitsf\u00e4hig bleiben. Die Milchk\u00fche m\u00fcssen versorgt werden, die \u00c4cker bestellt.\nDeshalb sollen Eltern, die in der Landwirtschaft t\u00e4tig sind, unbedingt weiter\nzur Arbeit gehen k\u00f6nnen\u201c, bekr\u00e4ftigte Landwirtschaftsministerin Prof. Dr.\nClaudia Dalbert die Entscheidung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Lebensmitteln sei auch in der\nCorona-Krise gesichert. \u201eEs sind gen\u00fcgend Lebensmittel da\u201c, versicherte die\nLandwirtschaftsministerin. Die Versorgungslage werde st\u00e4ndig und sehr\naufmerksam beobachtet, um gegebenenfalls im richtigen Moment und mit den\nad\u00e4quaten Mitteln zu reagieren. Der Lebensmittelhandel reagiert auf die\ngestiegene Nachfrage und hat sein Lieferregime dementsprechend angepasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wunsch nach Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die heimische Landwirtschaft scheint\nvor\u00fcbergehend teilweise erf\u00fcllt. Doch grundlegende Probleme bleiben. \u201eWir\nsorgen f\u00fcr Essen in hoher Qualit\u00e4t, Erh\u00f6hungen der Lebensmittelpreise kommen\naber fast nie bei den Bauern an\u201c, sagte DBB-Pr\u00e4sident Kurt-Henning Klamroth.\nDie Einkommen seien in Deutschland niedriger als bei europ\u00e4ischen Kollegen und l\u00e4gen\ndeutlich unter dem Durchschnitt. Immer weniger junge Bauern seien bereit, die\nH\u00f6fe der Eltern zu \u00fcbernehmen. Kosten f\u00fcr immer neue Agrarumweltma\u00dfnahmen\ndr\u00fcckten die Gewinne zus\u00e4tzlich. Der b\u00fcrokratische Aufwand steige. \u201eViele\nBetriebe stehen am Abgrund\u201c, best\u00e4tigte Frank B\u00f6cker, Landwirt aus Emden im\nB\u00f6rdekreis und Sprecher der Interessengemeinschaft \u201eLand schafft Verbindung\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMit Preisen f\u00fcr Getreide oder Fleisch aus L\u00e4ndern, die nicht derart hohe\nAuflagen erf\u00fcllen m\u00fcssen wie wir, k\u00f6nnen wir nicht mithalten\u201c, sagte Arthur\nTaentzler, der einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Cochstedt f\u00fchrt,\nim Zusammenhang mit den Bauernprotesten. Doch den Lebensmitteleinzelhandel\nschert es wenig. Man orientiere sich an den Weltmarktpreisen hatte Aldi bei\nMilchpreisverhandlungen k\u00fcrzlich zum Besten gegeben. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir fahren unsere Landwirtschaft gegen die Wand, w\u00e4hrend gro\u00dfe Teile der\nWeltbev\u00f6lkerung hungern\u201c, bef\u00fcrchtet Helge Beckurs, Landwirt aus Hordorf im\nB\u00f6rdekreis und internationaler Agrarberater. \u201eDurch Importe kommen immer mehr\nNahrungsmittel auf den Tisch, die von unseren Standards weit entfernt sind.\u201c\nBurghard Meier, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Meier und Partner Agrarservice sieht die\nGefahr, dass die Eigenversorgung mit Lebensmitteln aus deutscher Urproduktion aufgrund\nimmer neuer Auflagen und steigender Kosten bei stagnierenden oder sinkenden\nErzeugerpreisen nicht mehr gew\u00e4hrleistet sein k\u00f6nnte. \u201eDeutschland begibt sich\ndamit in eine fatale Abh\u00e4ngigkeit\u201c, warnte er. Sp\u00e4testens wenn Warentransporte\naufgrund der Corona-Krise an den Grenzen gestoppt werden, wird klar, wie\nwichtig es ist, dass Deutschland diese Eigenversorgung weiterhin sichern kann. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitrag von von Bettina Koch An Traktoren-Karawanen und an Bauern-Demos in Berlin, vor Landtagsgeb\u00e4uden oder vor dem Umweltbundesamt haben sich die B\u00fcrger in den Wintermonaten fast schon gew\u00f6hnt. 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