{"id":617,"date":"2020-04-14T10:05:20","date_gmt":"2020-04-14T08:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=617"},"modified":"2020-04-15T13:33:04","modified_gmt":"2020-04-15T11:33:04","slug":"osv-sparkassen-tourismusbarometer-reagiert-mit-sonderanalyse-auf-corona-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/?p=617","title":{"rendered":"OSV: Sparkassen-Tourismusbarometer reagiert mit Sonderanalyse auf Corona-Krise"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\">(Berlin, 14.04.2020) <br><strong>Ermrich: Orientierung in Krisenzeiten wichtiger denn je<\/strong><\/p>\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-618 alignright\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/osv-logo-300x150.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/osv-logo-300x150.png 300w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/osv-logo.png 370w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Binnen weniger Wochen hat die Corona-Virus-Pandemie auch die Tourismuswirtschaft fast v\u00f6llig zum Erliegen gebracht. Soziales Miteinander und Mobilit\u00e4t sind auf das Lebensnotwendige beschr\u00e4nkt. Die Ma\u00dfnahmen dienen der Gesundheit der Bev\u00f6lkerung. Sie haben aber gravierende Auswirkungen auf die Betriebe und die Destinationen. Das Sparkassen-Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) hat reagiert und erweitert seinen Schwerpunkt auf die aktuellen Probleme der Branche. Erste Ergebnisse liegen jetzt vor, eine umfassende Analyse folgt Ende Juni im Tourismusbarometer-Jahresbericht 2020.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tourismusbarometer stellt Benchmark-Wissen zur Verf\u00fcgung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Dr-Michael-Ermrich.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-619\" width=\"161\" height=\"215\" srcset=\"https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Dr-Michael-Ermrich.jpg 360w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Dr-Michael-Ermrich-225x300.jpg 225w, https:\/\/wirtschaftspost-online.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Dr-Michael-Ermrich-300x400.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px\" \/><figcaption>Dr. Michael Ermrich, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Pr\u00e4sident des OSV<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wann die Zeit nach der Corona-Krise beginne und das \u00f6ffentliche Leben, die Freizeitgestaltung und das Reisen wieder m\u00f6glich sind, ist offen. \u201eGenau deshalb,\u201c so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Pr\u00e4sident des OSV, Dr. Michael Ermrich, \u201esetzt der OSV das Sparkassen-Tourismusbarometer daf\u00fcr ein, wof\u00fcr es bekannt ist und in der Branche, in der Politik sowie bei den Sparkassen und ihren kommunalen Tr\u00e4gern gesch\u00e4tzt wird: Es bietet Orientierung anhand von belastbaren Daten und wissenschaftlich fundierten Einsch\u00e4tzungen.\u201c Die Berechnungen dazu f\u00fchrt in gewohnt wissenschaftlicher Qualit\u00e4t die renommierte dwif-Consulting GmbH durch.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Betriebe und Einrichtungen brauchen jetzt Hilfe<\/strong><br><br>Die Politik und die Finanzbranche haben in dieser Krise sofort reagiert. In k\u00fcrzester Zeit wurden Hilfs- und Rettungsma\u00dfnahmen f\u00fcr die gesamte Wirtschaft auf den Weg gebracht. \u201eDie Sparkassen sind f\u00fcr Ihre Kunden da, mit Krediten und Gespr\u00e4chen, aber auch mit Informationen, die ihnen helfen, die Situation zu meistern\u201c erl\u00e4uterte Ermrich. \u201eDas k\u00f6nnen neben Tilgungsaussetzungen auch Antr\u00e4ge auf KfW-F\u00f6rderdarlehen zur \u00dcberbr\u00fcckung der Krise sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2,6 Milliarden Euro Verlust in ostdeutschen Destinationen<\/strong><br><br>Geht man davon aus, dass die Reise- und Bewegungseinschr\u00e4nkungen nur bis Ende April andauern, ist mit rund 2,6 Milliarden Euro Verlust in den ostdeutschen Destinationen durch die Auswirkungen des Corona-Virus allein im M\u00e4rz und April 2020 zu rechnen. So muss z. B. der Osterreiseverkehr in diesem Jahr komplett ausfallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung der dwif-Consulting GmbH. Der Tagestourismus hat daran einen Anteil von 50 Prozent. Die Folgen f\u00fcr den Arbeitsmarkt sind derzeit noch nicht seri\u00f6s abzusch\u00e4tzen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1,3 Milliarden Euro Umsatzausfall im \u00dcbernachtungstourismus<\/strong><br><br>Die Nachfrage bei \u00dcbernachtungen hat in diesem Zeitraum in Ostdeutschland voraussichtlich einen Anteil an den \u00dcbernachtungen im Gesamtjahr von 12 bis 15 Prozent (abh\u00e4ngig vom Bundesland und Destinationstyp). In vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzungen bedeutet dies einen Umsatzausfall im \u00dcbernachtungstourismus in H\u00f6he von bis zu 1,3 Milliarden Euro. Neben den akuten Effekten sind im weiteren Saisonverlauf 2020 Folgen zu erwarten: Urlaubsgebiete m\u00fcssen sich aufgrund von Stornierungen und einer Zur\u00fcckhaltung bei Vorbuchungen, z. B. aufgrund eines subjektiven Unsicherheitsempfinden, auf extreme Nachfrager\u00fcckg\u00e4nge einstellen. Sie k\u00f6nnen allenfalls auf ein Kurzfristgesch\u00e4ft hoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in St\u00e4dten mit starkem Veranstaltungsgesch\u00e4ft ist eine weitere Zuspitzung zu erwarten: Immer mehr Veranstaltungen auch f\u00fcr den Mai oder Juni 2020 sind oder werden abgesagt. Der internationale Reiseverkehr wird l\u00e4nger brauchen, um wieder anzuspringen. Das Tourismusbarometer r\u00e4t den Betrieben und Destinationen in Ostdeutschland, sich schon jetzt auf die Zeit nach der Krise einzustellen. Dazu k\u00f6nnen die Gastgeber kurzfristige Ma\u00dfnahmen umsetzen wie z. B. eine aktive transparente Kommunikation betreiben, innovative virtuelle Erlebnisse entwickeln oder Alternativm\u00e4rkte erschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>DEHOGA-Umfrage: R\u00fcckgang der Unternehmensums\u00e4tze<\/strong><br><br>Eine DEHOGA-Blitzumfrage im Gastgewerbe Anfang M\u00e4rz, an der knapp 10.000 Betriebe aus ganz Deutschland teilnahmen, zeigt wie fr\u00fch die Kunden reagiert haben. Bereits vor landes- und bundesweiten Ma\u00dfnahmen wie dem touristischen \u00dcbernachtungsverbot oder Gastronomieschlie\u00dfungen gingen die Ums\u00e4tze bis 4.\/5. M\u00e4rz um 31 Prozent zur\u00fcck, die der Neubuchungen sogar um 38 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Existenz bedroht: Ums\u00e4tze weggebrochen \u2013 Fixkosten bleiben<\/strong><br><br>Hohe Kosten und geringe Liquidit\u00e4t belasten die gastgewerblichen Betriebe schwer und bedrohen mancherorts sogar die Existenz. Durch die vergleichsweise niedrigen Eigenkapitalquoten verf\u00fcgen die meisten gastgewerblichen Betriebe \u00fcber wenig Reserven, eine derartige Krise l\u00e4nger durchzustehen. In Ostdeutschland sind die Gastronomiebetriebe besser aufgestellt als im Bundesdurchschnitt. Doch nicht nur die dramatischen Umsatzeinbu\u00dfen treffen die Branche. Die hohen Fixkostenbelastungen stellen ein weiteres Problem dar. Personal- und Mietaufwandsquoten zwischen 35 und 46 Prozent schr\u00e4nken die Liquidit\u00e4t ein.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Nur gemeinsam durch die Krise \u2013 Blick nach vorn<\/strong><br><br>F\u00fcr viele Betriebe ist daher eine schnelle Unterst\u00fctzung von au\u00dfen wichtig. Staatliche Hilfsma\u00dfnahmen in Form von Kapitalzufl\u00fcssen oder Kostenentlastungen m\u00fcssen die Betriebe schnell und unb\u00fcrokratisch erreichen, betont das Sparkassen-Tourismusbarometer. Zus\u00e4tzliche Zinsbelastungen und Umsatzeinbu\u00dfen k\u00f6nnen k\u00fcnftige Investitionen behindern. Denn die Branche muss auch jetzt nach vorn blicken. Es ist zu erwarten, dass sich nach Ende der Corona-Krise die Gastronomie schnell und die Beherbergung mittelfristig regeneriert.<br><br>Das Sparkassen-Tourismusbarometer beobachtet die aktuelle Entwicklung weiter. Sobald neue belastbare Zahlen vorliegen, werden diese ausgewertet und ver\u00f6ffentlicht. Neben ihren finanzwirtschaftlichen Aufgaben nehmen die Sparkassen auch auf diese Weise ihre Verantwortung f\u00fcr die Menschen in den Landkreisen, St\u00e4dten und Gemeinden wahr. Die Corona-Krise stellt die Menschen weltweit auf eine harte Probe. \u201eUnsere Gesellschaft kann sich jetzt durch solidarisches Verhalten bew\u00e4hren. Die Sparkassen sind sich dabei ihrer gro\u00dfen Verantwortung bewusst\u201c, stellt Ermrich klar.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Den kompletten Kurzbericht mit der Corona-Sonderanalyse und Zahlen sowie weitere Informationen zum Sparkassen-Tourismusbarometer finden Sie im Internet unter: <\/em><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/osv-online.de\/verband\/fachbereiche\/tourismus\/data-to-go\/\" target=\"_blank\">osv-online.de\/verband\/fachbereiche\/tourismus\/data-to-go\/<\/a><br><br><em>Weitere Informationen zum Ostdeutschen Sparkassenverband und seinen 45 Mitgliedssparkassen finden Sie im Internet unter: <\/em><a href=\"http:\/\/www.osv-online.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>www.osv-online.de<\/em><\/a><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Berlin, 14.04.2020) Ermrich: Orientierung in Krisenzeiten wichtiger denn je Binnen weniger Wochen hat die Corona-Virus-Pandemie auch die Tourismuswirtschaft fast v\u00f6llig zum Erliegen gebracht. 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