
Seit 1823 für die Menschen da: Die Sparkasse MagdeBurg in der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Landkreis Jerichower Land begehen 200. Geburtstag
Die Gründung der Sparkasse MagdeBurg

Oberbürgermeister August Wilhelm Francke beantragte 1823 beim Preußischen König die Gründung der „Sparcasse zu Magdeburg“. Diese wurde vom König genehmigt und am Mittwoch, dem 7. Mai 1823 um 2 Uhr nachmittags eröffnete das Geschäftslokal der „Sparcasse“ im Magdeburger Rathaus.
Das Erste Sparbuch wurde auf den Namen von Minna Francke, der Tochter des Oberbürgermeister Francke, ausgestellt.
Die neue „Sparcasse zu Magdeburg“ sollte insbesondere Dienstboten und Gesellen sowie ärmeren Menschen beim Vorsorgen nützlich sein. Zunächst waren Einlagen bis 100 Taler zugelassen, um Vermögende fern zu halten. Die Sparkasse sollte ihnen nicht als Bank dienen. Die Zweckbestimmung war sozialer Natur. Gedacht war sie zudem nur für ihm Stadtkreis Magdeburg wohnhafte Personen.
Es scheint ein erfolgreicher Gründungstag gewesen zu sein. Insgesamt brachten Kunden und Kundinnen vor 200 Jahren 1.015 Taler zu Sparkasse. Ende 1823 bestanden Guthaben von fast 22.000 Talern. 30 Jahre später waren es schon über 1,2 Millionen. Dieses Jahr 1853 ist bedeutsam, da nach ausreichender Füllung des Reservefonds erstmals Gewinne für gemeinnützige Vorhaben bereitgestellt wurden. So bekam zum Beispiel der Vorstand des Augustinerklosters Geld zur Bezahlung von Präbendenstellen.
Eröffnung der Stadtsparkassen Burg, Genthin und des Kreises Jerichow
Die „Spar-Kasse zu Burg“ wurde am 7. Oktober 1844 erstmals geöffnet. Dazu gibt es eine Pressemitteilung aus der „Halle-Burgsche Kurier-Zeitung“ vom 7.10.1844:

Bekanntmachung
Um den hiesigen Einwohnern Gelegenheit zu geben, ihre kleinen Ersparnisse sicher und zinsbar unterzubringen, und sich ein kleines Capital zu sammeln, welches sie beim Anfange eines Geschäftes, im Alter oder in Fällen der Noth benutzen können, ist für die Stadt Burg und deren Stadtbezirk eine Spar-Kasse errichtet worden, von welcher Einlagen von 10 Silbergroschen an bis zu 99 Thaler für eine Person angenommen und jährlich mit 2 1/2 pro Cent oder 9 Pfennigen pro Thaler verzinset werden. Das Lokal derselben ist auf dem hiesigen Rathhause, woselbst im Konferenzsaale vom 7. des Monats an, jeden Montag Nachmittags von 2 bis 6 Uhr die bestellten Beamten gegenwärtig seyn werden, die etwaigen Einlagen anzunehmen. Indem wir das Publikum hiervon in Kenntnis setzen, können wir es nicht unterlassen, dasselbe zur fleißigen Benutzung dieses von Staatswegen und überall als höchst wohlthätig anerkannten Instituts kräftigst zu ermuntern.
Burg, den 1. Oktober 1844
Der Magistrat. Nitschke
Die Stadtsparkasse in Genthin wurde am 4. Oktober 1850 gegründet und am 1. April 1877 eröffnete die Sparkasse des Kreises Jerichow 2.
Um den Bürgern, die nicht in der Nähe von Genthin wohnten, den Weg zur Sparkasse zu verkürzen, wurden im Zuge der Gründung 1877 sogenannte Rezepturen (Nebenstellen) eingerichtet.
Die Verwaltung dieser Nebenstellen übernahmen die Dorfschulzen, Kaufleute und auch ein Rittergutsbesitzer. Zunächst waren bei ihnen nur Einzahlungen, bald auch Auszahlungen möglich. Solche Anlaufstellen der Kreissparkasse hatten die Menschen vor 140 Jahren in Scharlibbe, Rehberg, Schönhausen, Wust, Böhne, Schollene, Vieritz, Milow, Vehlen, Nitzahne, Groß Wusterwitz, Rogäsen, Tuchheim, Hohenseeden und Parey.

Aus der Geschichte der Sparkasse MagdeBurg
Geldautomaten und Geldkarten
1982 erfolgte die Umstellung der veralteten Rechentechnik auf ESER („Einheitliches System Elektronischer Rechenanlagen“). Im Zuge der Umstellung entstanden erste Schalterterminals und Geldautomaten – zuerst in Berlin, dann in Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt.
Die zwei ersten Geldautomaten Magdeburgs wurden in der Sparkassen-Geschäftsstelle Große Münzstraße am 16. Mai 1989 für die Nutzung freigegeben.


Die Entwicklung von 1995 bis heute
1995 fusionierte die Kreissparkasse Burg mit der Kreissparkasse Genthin zur Sparkasse Jerichower Land. Dieser Schritt wurde nach der Kreisgebietsreform in Sachsen-Anhalt, welche hier aus den zwei Kreisen einen neuen bildete, vollzogen. Üblicherweise folgten solchen Zusammenlegungen auch Sparkassenfusionen.
1997 gründete die Stadtsparkasse Magdeburg seine zwei Sparkassen-Stiftungen: Die Stiftung „Jugendarbeit in der Stadt Magdeburg“ und die „Stiftung Kunst und Kultur“ der Stadtsparkasse Magdeburg.
Fusion der Sparkasse Jerichower Land mit der Stadtsparkasse Magdeburg
Die Sparkasse Jerichower Land fusionierte am 1. März 2021 mit der Stadtsparkasse Magdeburg zur Sparkasse MagdeBurg. Einen passenden Namen hat man gefunden, befand sich doch der Sitz der Kreissparkasse in Burg bei Magdeburg. Die Stadtsparkasse ist bei dieser Verschmelzung das bilanzmäßig größere und aufnehmende Institut. Schon eine Weile suchte die Sparkasse Jerichower Land einen Fusionspartner.

So kamen eine Flächen- und eine Stadtsparkasse zusammen, die heute auf eine gemeinsame 200 Jahre lange Geschichte zurück blicken können.

Heute ist die Sparkasse MagdeBurg ein zuverlässiger, kompetenter und starker Partner für die Menschen und die Wirtschaft in der Region. An 40 Standorten (21 Geschäfts- und Beratungsstellen sowie 19 SB-Standorten) bietet sie ihr umfangreiches Leistungsspektrum an. Und natürlich auch online über Internet-Filiale und Sparkassen-App ist sie rund um die Uhr zuverlässig für ihre Kunden da.
Außerdem engagiert sich die Sparkasse MagdeBurg vor Ort und übernimmt Verantwortung für die Region und die Menschen. Sie ist ein angesehener Partner in allen Bereichen – ob Wirtschaftsförderung oder die Beratung bei Existenzgründungen, Kunst und Kultur oder Soziales und Sport.
Die Sparkasse MagdeBurg fördert viele Aktivitäten und Initiativen in diesen Bereichen Diese Förderung ist zugleich eine Investition in die Zukunft der Region. Vertrauen, das auf diese Weise wächst, ist ihr wichtig.
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